Ihre Abstammung  

Viele Stämme der Indianer haben eine grosse Ähnlichkeit mit denAbstammung.jpg heutigen Asiaten. Es wird vermutet das sie vor sehr langer Zeit über die Beringstrasse in das heutige Amerika ausgewandert sind. Als die ersten Europäer in das damalige Amerika eintrafen, enstanden im Laufe der Zeit auch andere Arten, Gruppen von Indianern. Es ist nicht zu verleugnen das fremde Kulturen wie z.B. französische und englische, sie geprägt haben, was sogar bis in ihre Sprache Einzug hielt.


Die Lebensweise

Ihre Lebensweisen haben die Indianern sehr perfekt an ihre Umgebungen angepasst, wie auch heute noch zu sehen ist bei den Indianern Südamerikas. Die Inuit aus dem hohen Norden, bei uns als Eskimo bekannt, haben einen gedrungenen und kompakten Körperbau und sind fähig, Fettreserven anzulegen um den eisigen Polarwintern zu trotzen.

Die geläufigsten Indianer aus dem mittleren Teil Noramerikas sind die der Plains, bestens aus den Wild-West-Filmen bekannt. Dazu zählen unter anderem die sehr bekannten Sioux, Cheyennes, Pawnees und Crows. Diese Stämme belebten die "Grossen Ebenen" die eigentlich "die hohen Ebenen" heissen müssten, da die Plains bis zu 1400m ü.NN liegen. Dies bedeutet für die Plains-Stämme extremste Lebensbedingungen - Sommer wie Winter.Lebensweise_1.jpg Die wichtigste Rolle spielt der Büffel (Prärie-Bison), der ihnen alles bieten konnte was sie zum Leben brauchten: Kot um im Winter Feuer machen zu können, Felle für warme Winterkleidung, Leder für Schuhwerk (Moccassins) und Häute für die Behausung (Teepee). Die Knochen dienten für Werkzeuge die sie brauchten um z.B. das Fleisch von den Häuten zu schaben, ebenso wurden auch die Sehnen verwendet um Hemden und Gewänder zu nähen, um Sehnen für die Bögen herzustellen. Aus der Rohhaut selber wurde der Bogen gefertigt.

Die Apachen im südlicheren Teil Nordamerikas habenLebensweise_2.jpg sich dem sehr kargen und felsigen Terrain angepasst. Ihre Kleidung schützt sie vor zu starker Sonneneinstrahlung und den Dornen der Kakteen - deutlich erkennbar die hohen Lederschäfte der Moccassins. Als Behausung nutzten sie die vom Wasser ausgehöhlten Felsen in den Bergen, in denen sie ihre Lehmhütten einbetteten, die tagsüber angenehm kühl sind. Dort waren sie auch sicher vor den Angriffen des weissen Mannes.

Es ist oft nicht sehr eindeutig erkennbar an den Bekleidungen, Perlenauflagen und zum Teil auch Gebrauchsgegenstände wie Kisten, Parfleches (Falttaschen) wessen Stammesangehörigkeit der Träger war. Dieser Mix aus verschiedenen Mustern und Schnitten der Kleidungen entstand nicht nur durch Handel - meist wurden diese Sachen bei Überfällen gestohlen. Nicht nur Waffen und Nahrung wurden den weissen Siedlern und Soldaten genommen wie man fälschlicherweise annimmt, auch Nähmaschinen (!) und Kleinteile wie Geschirr und dergleichen zählte zu ihrem Diebesgut.


Die Sprache

Sprache.JPGViele der heutigen Indianern beherschen ihre uralte Sprache nicht mehr da die Sprache zur damaligen Zeit nur mündlich überliefert wurde. Die einzigen Stämme die eine Art Schrift hatten waren die Cherokees. Ihre Schrift kann man als Bilderschrift, Zeichenschrift bezeichnen. Erst langsam, zum Teil mit Hilfe des weissen Mannes entwickelte sich eine Schrift für ihre Sprache um sie den heutigen Indianern in Reservatsschulen näherzubringen. Bei manchen Völkern ist zu erkennen das ihre Sprache französischen und auch teilweise englischen Einfluss hatten. Die verschiedenen Stämme und Völker hatten eine gemeinsame Sprache um z.B. in Handelsangelegenheiten sich untereinander zu verständigen - die Zeichensprache. Einiges an Vokabular ihrer Zeichensprache ist noch in der heutigen Zeichensprache (Gebärdensprache) zu erkennen.


Ihre Religion

So manch einer der sich mit der Kultur der Indianer (meist Indianer Nordamerikas) befasst, fragt sich, welcher Religion gehören die Indianer an? In der Tat ist man überascht,Religion.jpg wenn man erfährt, sie leben ihre Religion. Die Natur in ihrer ganzen Vielfalt hat eine sehr grosse Bedeutung für alle Indianer. Für sie hat jedes Wesen, auch die Steine eine Seele, eine eigene Sprache. Ihr Tagesablauf beginnt stets mit einem Gebet zu Wakan Tanka, dem grossen Geist. Die eigentliche Übersetzung heisst "Der der ist". Für alles, was sie aus der Natur für sich beanspruchen, wird meist Tabak oder ähnliches als Gegenwert hinterlassen um die Geister dessen, was sie benötigten, gütig zu stimmen. Vor der Jagd wird um Hilfe gebeten, um zahlreiche Beute zu erlegen. Anschliessend, nach der Jagd, die als solches auch ein ritueller Bestandteil ist, bedanken sie sich um die geleistete Hilfe in Form von Gebeten und Tänzen. So wird erkennbar, das sie stets um die Harmonie und Gleichgewicht in der Natur sehr bestrebt waren und es sehr hoch schätzten, was die Natur ihnen gab und auch heute noch geben kann.