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Im März 1971 kam ich in Ulm an der schönen Donau zur Welt. Erst nach vielen Untersuchungen konnte festgestellt werden das ich trotz verschlossenen Gehörgängen ein wenig hören konnte. Viele OPs musste ich über mich ergehen lassen, die mir ein besseres Hören ermöglichten.

Die Waldorfschule (private Volks- und Höhere Schule) Ulm machte es mir möglich, auch als "unnormaler" eine "normale" Schule zu besuchen.

Ein besonderes Merkmal dieser Schule ist, daß sie sich als Privatschule den staatlichen Schulen etwas anpasst. Ein "Sitzenbleiben" gibt es hier nicht. Der Klassenlehrer begleitet seine Schüler von der 1. bis zur 8. Klasse und wird dann von der 9. bis zur 12. Klasse (13. Klasse: Abitur) von einem Oberstufenklassenlehrer abgelöst. Dies begünstigt ein besseres Kennenlernen der einzelnen Schüler durch den Klassenlehrer, der somit gezielter die schwächeren Schüler unterstützen kann. Mit dem Unterricht in den Handwerksfächern wie z.B. Schmieden, Bildhauen, Schreinern, Korbflechten und Batik kann der Schüler schon weit bevor er eine Lehre beginnt eine engere Auswahl treffen, seine Stärken im Handwerk erkennen und sich gut fundierte Kenntnisse erwerben. Die meisten Lehrer kommen aus anderen Berufen (siehe Handwerk !) und bringen somit die besten Erfahrungen mit für den jeweiligen Unterricht den sie gestalten und führen.
Es war in vielen Dingen eine schöne und erlebnisreiche Schulzeit die ich mit dem Realschulabschluss beendete.

Meine Lehrzeit (Industriemechaniker, Fachrichtung Geräte - und Feinwerktechnik), auf der ich mit Stolz zurückblicken kann, verbrachte ich im Berufsbildungswerk für Sprach - und Hörgeschädigte in München. Die allermeisten Lehrlinge, die dort aus vielen verschiedenen Handwerksberufen auswählen können, sind gehörlos. Die Verständigung untereinander war anfangs recht schwierig, da ich erst die Gebärdensprache erlernen musste, die auch eine eigene Grammatik und Dialekt hat.

Seit vielen Jahren arbeite ich erfolgreich in einem mittleren Betrieb für Maschinenbau in der Nähe von Ulm in der Werkzeugausgabe.

Mehr über das Berufsbildungswerk und die Werkzeugausgabe gibt es im Berufsbild.