Pow Wow in Steinbourg (Frankreich)

Die Bedeutung des Pow Wow

Das Pow Wow ist ein grosses Fest, zu dem viele Stämme kommen und an einem Platz Tänze abhalten, Zeremonien zelebriert werden wie zum Beispiel das "Give-away", in der  die Menschen dort Geschenke untereinander verteilen. Traditionsgemäss werden auch heutzutage in den Reservaten Pow Wows abgehalten. Vor Beginn der Reservationszeit fanden die Pow Wows über mehrere Tage statt, da die zeremoniellen Tänze sehr lang dauern und auch anstrengend sind.  In der Anfangszeit der Reservationszeit wurden sämtliche Tänze und Riten verboten, jedoch später von den Weissen zur Unterhaltung des (weissen) Publikums wieder zugelassen, ja sogar gefordert. Für die Stämme, die in den Reservaten über geblieben waren, war diese Entscheidung der Weissen vollkommen unverständlich, da die Tänze, Zeremonien und Riten heilig waren und sind und diese nicht zur Unterhaltung dienen. Im Laufe der Zeit blieb den Indianern nichts anderes über, wie die Tänze sehr stark zu kürzen und nur noch den wesentlichen, kürzeren Teil der Tänze aufzuführen. So enstanden im Wandel der Zeit auch Tanz-Wettbewerbe die heutzutage auch besichtigt werden können - vorausgesetzt, man wird von den Indianern dazu eingeladen. Zu einem Tanz darf die Musik natürlich nicht fehlen, sei es der traditionelle Tanz oder eben der Show- oder auch Wettbewerbstanz. Im Normalfall wird extra ein Holzboden zum Tanzen aufgebaut und an einer Stirnseite die Plätze für die Trommler und Sänger festgelegt. Zum Schutz vor der (meist) heissen Sonne wird für die Sänger und Trommler ein halbes Tipi aufgebaut in dem sie dann die heiligen Lieder singen.

Das Pow Wow der Hobbyisten (Hobby - Indianer)

Auch bei den Hobbyisten wird jedes Jahr von April bis Oktober an den Wochenenden ein Pow Wow abgehalten, der an sich etwas abgeändert ist im Gegensatz zu dem traditionellen Pow Wow der Indianer. In diesen zum Teil sehr grossen Lagern treffen sich Soldaten, Trapper, Mountainmen, Indianer, Scouts und andere Gestalten aus dem Wilden Westen zu einem friedlichen zusammensein. Stilgerecht zu der entsprechenden Zeit werden Teepees, Lodges und andere Behausungen mitsamt den notwendigen Utensilien, Waffen und dergleichen aufgebaut. So kann der Besucher wie in einer anderen Welt durch das Lager gehen und auch Showprogramme die dort geboten werden, anschauen. Abends spielt eine Countryband im grossen Festzelt zur Unterhaltung auf. Hier und dort hört man auch mal Trommeln und Gesänge aus dem Indianerlager wenn sich genügend Hobby-Indianer um ein Feuer versammelt haben.

Um all die Feste aufzubauen, Showprogramme zu machen und Verpflegung für die Besucher organisieren zu können, sind die allermeisten Hobbyisten dazu gezwungen, Vereine zu gründen um das nötige Budget dafür durch Eintrittsgelder, Standplatzgeld und unter anderem durch Spenden, bezahlen zu können. Da in diesen Fällen die Feste Jahr für Jahr grösser und unübersichtlicher werden, tritt der Kommerz um so stärker in Vordergrund und das eigentliche Interesse an dem Hobby lässt nach. Man darf trotz all diesem Trubel um solche Pow Wows nicht vergessen, dass einige  Leute, die aktiv an diesen Festen teilnehmen, ihr leben nach dem Hobby richten, danach leben - selbst wenn es ausserhalb der Feste nicht erkennbar ist. Aussenstehende bewundern zwar die Handfertigkeiten, die Arbeiten und Gegenstände rund um das Hobby der Hobbyisten, doch wird es meist nur belächelt. Es steckt mehr dahinter als die Indianeristik nur als Hobby zu betreiben und an den Wochenenden in Lederkluft heruzmzulaufen.

 

Wenn du denkst und dich benimmst

wie ein Indianer, dann bist du für

uns ein Indianer, auch wenn du katholisch,

jüdisch, weiß, braun, grün, blau bist.

Anderseits, wenn du ein vollblütiger

Indianer bist, aber wie ein weißer

Mensch denkst, dann bist du für

uns kein Indianer - ganz einfach.

Lame Deer

 

 

 

 

Zu den Galerien

Zu den Diashows

Pow Wow

Pow Wow

Parade

Parade

Lager

Lager

Show

Show